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Nach dem Auftaktsieg beim
SV Seißen stand für unsere erste Mannschaft mit dem Auswärtsspiel in
Herrlingen ein weiterer schwieriger Prüfstein bevor. In den vergangenen
Jahren hatte unser Team mit dem physischen Spiel der Herrlinger stets ihre
Probleme und musste den Platz trotz phasenweiser Überlegenheit meist als
Verlierer verlassen.
Mit nahezu unveränderter Aufstellung gegenüber der Vorwoche begann unsere
Mannschaft die stark durch ständig wechselnde Wetterverhältnisse
beeinflusste Partie. Trotzdem enttäuschte man insbesondere in spielerischen
Belangen. Auf diesem Gebiet war auf Grund der taktischen Ausrichtung des SV
Herrlingen, wie vermutlich auch der nächsten Gegner, ohnehin nicht viel zu
erwarten. Einzig David Fuchs sorgte in der ersten Hälfte mit einem
Pfostentreffer für Gefahr, als der gegnerische Torhüter nach einem
missglückten Befreiungsschlag zu weit vor seinem Tor stand.
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig, da
beide Teams weiterhin eine spielerische Linie schuldig blieben. Als beide
Mannschaften wohl schon mit einem 0:0 rechneten, senkte sich in der 78.
Minute eine Flanke des Gegners unter starkem Windeinfluss unerreichbar für
unseren Schlussmann ins lange Eck. Erst jetzt wachte unsere Mannschaft auf
und machte nach der Hereinnahme eines dritten Stürmers und der taktischen
Umstellung unseres Trainers Stolecki auf eine Dreierkette richtig Druck.
Stürmer Afrim Krasniqi erwischte den Herrlinger Torhüter nach einer
Standardsituation auf dem falschen Fuß und konnte zum 1:1 in der 86. Minute
einköpfen. Keine 60 Sekunden später wurde sein Sturmpartner Timo Schäfer im
gegnerischen Strafraum gefoult und Krasniqi sorgte per Elfmeter für den 2:1
Endstand.
Trotzdem darf dieser Last-Minute-Sieg nicht darüber hinwegtäuschen, dass man
in den beiden bisherigen Rückrundenspielen die Stärken aus der Hinrunde im
spielerischen Bereich vermissen ließ. Daher muss unsere Erste beim kommenden
Auswärtsspiel gegen den zuletzt starken SV Nellingen beweisen, dass sie
neben dem Verhindern gegnerischer Torchancen auch in der Lage ist, sich
eigene Torgelegenheiten zu erarbeiten und zu erspielen.
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